Mitte Mai hatte Marting auf tagseoblog.de die Frage aufgeworfen: Wie wird man SEO?. Den Artikel habe ich damals mit Spaß gelesen; aus diesem Grund möchte ich heute in diesem Beitrag noch einmal darauf eingehen.

Als ich mich das erste Mal mit SEO beschäftigte, ging ich noch zur Schule, stand sogar weit vor dem Abitur. Mein damaliges Projekt hatte ich gegründet, weil ich fand, dass kein “Konkurrent” eine wirklich gute Seite hatte, ich selbst vieles besser machen könnte. Unweigerlich stellte sich mir die Frage, wie google und Suchmaschinen überhaupt bestimmen, welche Seite in den Ergebnissen oben gelistet ist.

Mit der Zeit lernte ich nicht nur die Regeln “viele Ausgehende Links sind schlecht”, sondern verstand auch die Zusammenhänge dahinter – “viele externe Links verkleinern deinen eigenen PR” – jaja, damals war der Pagerank noch etwas, auf das ich viel Wert gelegt habe.

Mit dieser learning-by-doing Methode lag ich also ganz im Rahmen der Statistik, die seo-united.de aufgrund der obigen Frage ins Leben rief. Bücher und Zeitschriften habe ich bisher eigentlich nur eine(s) gelesen; nämlich Websiteboosting 2.0 von Mario Fischer. Das Buch konnte mir im Bereich SEO zwar nicht mehr soo viel beibringen, umso mehr aber im Bereich Analyse, Handling von Kunden / Usability. Zeitweilig hatte ich auch überlegt, an einem Kurs der IHK Hannover teilzunehmen – dies verwarf ich dann allerdings aufgrund Zeitmangels und der doch nicht unerheblichen Kosten.

Einen Punkte möchte ich noch aufwerfen. Anfangs, als ich das Abakus Forum für mich entdeckte und noch relativ blauäugig war, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass andere ihre Informationen so bereitwillig teilten. Mit der Zeit habe ich dann aber feststellen müssen, dass eigentlich nur Wissen geteilt wird, was eh irgendwie wo steht, fast offensichtlich ist und einem in seinen eigenen Machenschaften nicht stört. Richtige “Geheimnisse” oder “special tips” habe ich bisher noch nie erhalten. Es mag sein, dass dies in persönlichen Bekanntschaften und bei Tagungen anders ist. Aber in der anonymen Welt hier draußen scheint mir jeder zunächst an sich selbst zu denken, was ich auch verständlich finde. Denn angesichts der Tatsache, dass oft Leute daherkommen, die von einem erwarten ihnen wirklich alles von Anfang an bis ins Detail zu erklären, die nichts selbst recherchieren wollen, ist diese Reaktion sehr verständlich. Sonst würde es auch nur auf ein Geben hinauslaufen.